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Alexander Liebreich

Alexander Liebreich wurde von der Presse als „der wohl spannendste Dirigent Münchens" und als Vertreter einer neuen Generation von Dirigentenstars gelobt, „für die der Grenzgang zwischen großen Symphonieorchestern und kleineren, flexiblen Ensembles so selbstverständlich ist wie die Verbindung von künstlerischer Höchstleistung und sozialem Engagement".

Nachdem er 1996 den Kondraschin-Dirigier-Wettbewerb gewonnen hatte, wurde er als Assistent von Edo de Waart an das niederländische Radio Filharmonisch Orkest berufen. In der Folge war der gebürtige Regensburger, der an der Hochschule für Musik München und am Salzburger Mozarteum studiert hat und wesentliche künstlerische Erfahrungen Claudio Abbado und Michael Gielen verdankt, zu Gast bei zahlreichen renommierten Orchestern. Dazu gehören das Concertgebouw Orchester, das Orchestre National de Belgique, das BBC Symphony Orchestra, das Auckland Philharmonia, die Münchner Philharmoniker und das Rundfunk Symphonie-Orchester Berlin. Zuletzt dirigierte er unter anderem das Polish Radio Symphony Orchestra Warszawa, das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, die NDR Radiophilharmonie, das RSO Stuttgart, die Dresdner Philharmoniker, das Osaka Philharmonic Orchestra, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und das NHK Symphony Orchestra Tokio.

Im Herbst 2006 übernahm Alexander Liebreich als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent das Münchener Kammerorchester. Inzwischen wird das innovative, für seine spannungsvolle Programmatik ebenso wie seine außergewöhnlichen Klangkultur vielfach ausgezeichnete Ensemble nicht nur in München gefeiert, sondern auch bei Auftritten in den europäischen Musikmetropolen, Gastspielen bei internationalen Festivals und Tourneen in Europa und Asien. Eine erste gemeinsame CD mit Symphonien von Haydn und der Kammersymphonie von Isang Yun, die Anfang 2008 bei ECM erschien, stieß auf ein begeistertes Kritikerecho. 2009 folgte eine Bach-Aufnahme mit Hilary Hahn, Christine Schäfer und Matthias Goerne bei der Deutschen Grammophon. Die 2011 bei Sony erschienene Aufnahme mit Rossini-Ouvertüren wurde von Fono Forum zur CD des Monats gekürt.

Alexander Liebreich hat sich neben seinen Konzerten und Opernproduktionen auch mit außergewöhnlichen Initiativen einen Namen gemacht. Dazu zählt das von ihm in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut und dem DAAD realisierte „Korea-Projekt": 2002 reiste er erstmals mit der Jungen Deutschen Philharmonie nach Nord- und Südkorea, um dort Erstaufführungen von Bruckners 8. Symphonie zu dirigieren. Inzwischen war Alexander Liebreich fünfmal als Gastprofessor in Nordkorea. Der Film „Pyongyang Crescendo", 2005 auf DVD erschienen, dokumentiert seine Erfahrungen dort.

Im Dezember 2008 wurde Alexander Liebreich in die Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts berufen, die sich als Planungsgremium aus bedeutenden Persönlichkeiten des kulturellen und sozialen Lebens der Bundesrepublik Deutschland zusammensetzt. Seit 2011 ist er zudem, als erster Europäer, künstlerischer Leiter des Tongyeong International Music Festival (TIMF) in Südkorea, das zu den größten und wichtigsten Festivals im asiatischen Raum zählt.

In der Saison 2011/2012 gibt Alexander Liebreich sein Debüt an der Oper Frankfurt, an der er Othmar Schoecks Penthesilea in der Inszenierung von Hans Neuenfels dirigiert. Es folgen Gastdirigate bei der Hong Kong Sinfonietta mit dem Pianisten Alexandre Tharaud, beim National Radio Symphony Orchestra Katowice mit Zemlinskys Lyrischer Symphonie sowie Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Bach-Collegium Stuttgart und der Gächinger Kantorei an der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Seinem Debut beim Konzerthausorchester in Berlin folgt eine gemeinsame Tournee durch Großbritannien.

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Photo: Thomas Rabsch