Arditti Quartet
| Irvine Arditti | Violine | |
| Ashot Sarkissjan | Violine | |
| Ralf Ehlers | Viola | |
| Lucas Fels | Violoncello |
Durch seine lebendige und differenzierte Interpretation von Kompositionen des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart hat das Arditti Quartet weltweit einen herausragenden Ruf erlangt. Seit seiner Gründung 1974 durch den Geiger Irvine Arditti sind ihm mehrere hundert Streichquartette gewidmet worden, und so bildete sich das Ensemble mit den Jahren zu einer festen Größe der jüngsten Musikgeschichte heraus. Komponisten wie Adès, Aperghis, Birtwistle, Cage, Carter, Dufourt, Dusapin, Fedele, Ferneyhough, Francesconi, Gubaidulina, Harvey, Hosokawa, Kagel, Kurtág, Lachenmann, Ligeti, Nancarrow, Rihm, Scelsi, Sciarrino und Stockhausen haben ihm die Uraufführung ihrer Werke anvertraut, und das Repertoire des Quartetts umfasst bei vielen dieser und weiterer Komponisten die Gesamtheit ihrer Streichquartette.
Das Arditti Quartet ist davon überzeugt, dass für die Interpretation Neuer Musik eine enge Zusammenarbeit mit den Komponisten unerlässlich ist und sucht folglich stets den Dialog mit den Urhebern der Werke. Auch in pädagogischer Hinsicht sind seine Mitglieder aktiv: Nachdem sie lange als ständige Dozenten bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik gewirkt hatten, gaben sie zahlreiche Meisterkurse und Workshops für junge Interpreten und Komponisten in der ganzen Welt.
Die Diskographie des Arditti Quartets umfasst über 170 CDs. Allein bei dem französischen Label Montaigne Naïve sind 42 Aufnahmen erschienen, die zahlreiche zeitgenössische Komponisten porträtieren und erstmals die Streichquartette der Zweiten Wiener Schule in Gesamtheit präsentieren. Viele Werke wurden in Anwesenheit der Komponisten eingespielt, wie zum Beispiel die vollständigen Streichquartette von Luciano Berio. Auch legendäre Episoden der jüngsten Musikgeschichte wie die Aufnahme von Stockhausens spektakulärem Helikopter-Quartett wurden vom Ensemble auf CD verewigt. Zu den neueren Veröffentlichungen gehören eine 2010 entstandene Gesamteinspielung der Quartette von Harrison Birtwistle sowie die mit dem Diapason d'Or ausgezeichnete Einspielung von Wolfgang Rihms Komposition Fetzen von 2011.
Das Arditti Quartet hat im Laufe der letzten 38 Jahre zahlreiche Preise erhalten, darunter mehrfach den Deutschen Schallplatten-Preis. Für die Einspielung von Werken Elliot Carters (1999) und Harrison Birtwistles (2002) gewann es zweimal den Gramophone Award für die „beste Aufnahme zeitgenössischer Musik". 1999 wurde ihm der prestigeträchtige Ernst-von-Siemens-Musikpreis für sein musikalisches Lebenswerk verliehen - eine Auszeichnung, die das Quartett in eine Reihe stellt mit Preisträgern wie Berio, Britten, Carter, Ferneyhough, Lachenmann, Ligeti und Rihm, deren Werke vom Quartett aufgeführt wurden.
In die laufende Saison startet das Arditti Quartet mit einer ausgedehnten Japantournee. Festivaleinladungen führen die Musiker nach Paris (Festival d'Automne), Wien (Wien Modern) und Berlin (Ultraschall Festival). Zudem ist das Quartett in der Londoner Wigmore Hall, der Casa da Música Porto, bei der Gulbenkian Foundation Lissabon und an der Pariser Cité de la Musique zu Gast. Zu den aktuellen Uraufführungen gehören ein Streichquartett von Wolfgang Rihm, das die vier Musiker im Februar mit dem Cellisten Jean-Guihen Queyras beim ECLAT Festival interpretieren werden, sowie ein Konzert für Streichquartett und Orchester von Philippe Manoury, das in Cottbus zu hören sein wird.
www.ardittiquartet.com
Administration and management co-ordination













