Gustav Mahlers 9. Sinfonie wird immer ein geistig-seelisches Abenteuer bleiben, umgeben vom Rätselraten ihrer Bewunderer und Verehrer. Den Dirigenten unter ihnen wird der Taktstock gelegentlich sogar zum Pilgerstab. Zu ihnen gehört fraglos Eliahu Inbal, der das monumentale Abschiedswerk Mahlers nun mit dem Berliner Sinfonie-Orchester im Konzerthaus aufführte. Seine Interpretation und die sich ständig steigernde Intensität der musikalischen Darstellung machte das Publikum am dahinflüsternden Ende, diesem letzten Winken von Meisterhand, geradezu sprachlos. Ein großer Komponist hatte einen kongenialen Interpreten gefunden.
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