+++ Neues Werk von Hans Werner Henze kommt in Leipzig zur Uraufführung +++
Darf man ein Thema wie die Ausgießung des Heiligen Geistes in die kompositorischen Hände eines bekennenden Atheisten legen? Das Bacharchiv Leipzig, als Partner des 800jährigen Jubiläums des Thomanerchores THOMANA 2012 Auftraggeber für fünf zeitgenössische Festmusiken, bejaht diese Frage - jedenfalls im Fall von Hans Werner Henze.
Der fühlt sich seinerseits geehrt und lässt in ersten Aussagen über sein neues Stück Pentecoste erahnen, dass auf das Publikum in der Thomaskirche, dem pfingstlichen Datum angemessen, ein transzendentaler Klangregen niedergehen wird: „Ein vielstimmiger Chor deklamiert den Schmerz der Verlassenen, die ewige Trauer, den Verlust, aber auch die Augenblicke von Freude und Lust, weil die ja bekanntlich nicht fehlen dürfen, besonders nicht in einem Fall wie diesem, bei dem die Lauterkeit von jungen Stimmen den Komponisten aufzufordern scheint, die ganze Welt mit Vergebung, Liebe und Hoffnung und Glanz zu erfüllen."
Der mittelalterliche Pfingsthymnus Veni Creator Spiritus diente schon Gustav Mahler in seiner 8. Sinfonie als Grundlage. Bei Hans Werner Henze und seinem Librettisten, dem Lyriker Christian Lehnert, wird daraus in Anknüpfung an die archaischen Wurzeln dieses Festes eine Aufforderung an den Schöpfer, auch uns schöpferisch zu machen.
Dass dieser Festgesang auf das Wunder der Kreativität von den jungen Stimmen der Thomaner aufgeführt wird, freut Hans Werner Henze besonders. Der kirchliche Rahmen - die zweite der drei Aufführungen in der Thomaskirche findet innerhalb eines von Thomaskantor Christian Billert geleiteten Pfingstgottesdienstes statt - irritiert ihn dabei nicht. Mit der ihm eigenen Ironie kommentiert er die Gefahr, dass sein jüngstes Oeuvre ihm als altersmilde Hinwendung zur Religion ausgelegt werden könnte: „Um diesen Eindruck zu zerstreuen, sollte ich wohl als Nächstes Teile des kommunistischen Manifests vertonen."
Aufführungsdaten Pentecoste:
26.5.2012, 15.00 Uhr (Uraufführung)
27.5.2012, 09.30 Uhr (Festgottesdienst)
14.6.2012, 20.00 Uhr (Bachfest)
weitere Informationen: www.thomana2012.de
Der fühlt sich seinerseits geehrt und lässt in ersten Aussagen über sein neues Stück Pentecoste erahnen, dass auf das Publikum in der Thomaskirche, dem pfingstlichen Datum angemessen, ein transzendentaler Klangregen niedergehen wird: „Ein vielstimmiger Chor deklamiert den Schmerz der Verlassenen, die ewige Trauer, den Verlust, aber auch die Augenblicke von Freude und Lust, weil die ja bekanntlich nicht fehlen dürfen, besonders nicht in einem Fall wie diesem, bei dem die Lauterkeit von jungen Stimmen den Komponisten aufzufordern scheint, die ganze Welt mit Vergebung, Liebe und Hoffnung und Glanz zu erfüllen."
Der mittelalterliche Pfingsthymnus Veni Creator Spiritus diente schon Gustav Mahler in seiner 8. Sinfonie als Grundlage. Bei Hans Werner Henze und seinem Librettisten, dem Lyriker Christian Lehnert, wird daraus in Anknüpfung an die archaischen Wurzeln dieses Festes eine Aufforderung an den Schöpfer, auch uns schöpferisch zu machen.
Dass dieser Festgesang auf das Wunder der Kreativität von den jungen Stimmen der Thomaner aufgeführt wird, freut Hans Werner Henze besonders. Der kirchliche Rahmen - die zweite der drei Aufführungen in der Thomaskirche findet innerhalb eines von Thomaskantor Christian Billert geleiteten Pfingstgottesdienstes statt - irritiert ihn dabei nicht. Mit der ihm eigenen Ironie kommentiert er die Gefahr, dass sein jüngstes Oeuvre ihm als altersmilde Hinwendung zur Religion ausgelegt werden könnte: „Um diesen Eindruck zu zerstreuen, sollte ich wohl als Nächstes Teile des kommunistischen Manifests vertonen."
Aufführungsdaten Pentecoste:
26.5.2012, 15.00 Uhr (Uraufführung)
27.5.2012, 09.30 Uhr (Festgottesdienst)
14.6.2012, 20.00 Uhr (Bachfest)
weitere Informationen: www.thomana2012.de












