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Jeremias Schwarzer - Blockflöte

Jeremias Schwarzer hat sich durch seine Virtuosität und Musikalität in der Welt Alter Musik einen hervorragenden Namen gemacht. Sein außerordentliches Engagement für die spieltechnische Weiterentwicklung seines Instrumentes weist ihn zudem als führenden Spezialisten für ein neues und im Wortsinn unerhörtes Repertoire aus.

In engem Dialog mit Komponisten gibt er regelmäßig Werke in Auftrag und verhilft damit der Neuen Musik für Blockflöte zu frischen Impulsen. Seine Liste von über 50 Uraufführungen hat sich in den vergangenen Spielzeiten mit den Solokonzerten von Misato Mochizuki (Ensemble Resonanz), Samir Odeh-Tamimi (Münchener Kammerorchester), Salvatore Sciarrino (Orchestra Filarmonica della Scala) sowie Annette Schlünz (mit der Koto-Virtuosin Makiko Goto und dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks) weiter verlängert.

Als Solist und Kammermusiker ist Jeremias Schwarzer regelmäßig bei internationalen Festivals und Konzertreihen zu Gast, darunter die Weltmusiktage der IGNM, das Belgrade Flute Festival, das ZKM Karlsruhe (Konzertreihe Ars Nova des SWR), die Exhibition of Contemporary Music Tokyo, das Midway Theatre Boston, das Cairo Opera House, die CS Hall Seoul und das Forum Neuer Musik Köln. Er konzertiert unter anderem mit der Musica Antiqua Köln, dem Bach-Collegium Stuttgart, dem NDR-Sinfonieorchester und dem Frankfurter Opernorchester.

Jeremias Schwarzer ist Gründer und Leiter der Ensembles VIVI FELICE (für Alte Musik) und ensemble avantage (für Neue Musik). Die Zusammenarbeit mit der japanischen Koto-Meisterin Makiko Goto orientiert sich an Interaktionsmöglichkeiten der Instrumente und Musiktraditionen unterschiedlicher Kulturen. Sowohl dieses Duo als auch die klanglichen Möglichkeiten des ensemble avantage haben zahlreiche Komponisten zu neuen Werken inspiriert.

Über seine wegweisenden Auftritte als Instrumentalist hinaus erschließt er mit seiner konzeptionellen Arbeit in der Gestaltung von musikalischen „Settings" neue und spannende Wahrnehmungsräume für die Zuschauer.

1969 geboren, studierte Jeremias Schwarzer Blockflöte in Frankfurt und Zürich. 1992 gelang ihm ein viel beachteter Erfolg, als er beim internationalen Blockflötenwettbewerb Calw sowohl in der Solo- als auch der Ensemblewertung bis dahin noch nie vergebene erste Preise errang. Darüber hinaus erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2006 einen Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung. Seit 1994 unterrichtet Jeremias Schwarzer an der Musikhochschule Nürnberg, außerdem im Rahmen von Meisterkursen, Vorträgen und Residenzen an Hochschulen und Universitäten in Wien, Huddersfield, Freiburg, Belgrad, New York, Harvard, am Mozarteum Salzburg und der Irino Foundation in Tokio. 

Neben Konzerten und Produktionen barocker Kammermusik hat Jeremias Schwarzer in den letzten Jahren seine Serie von Uraufführungen moderner Blockflötenkonzerte fortgesetzt. So war in Donaueschingen ein Werk der australischen Komponistin Liza Lim mit dem SWR Sinfonieorchester zu hören und Dai Fujikura schrieb ein neues Konzert für ihn, das er gemeinsam mit dem Ensemble Resonanz in Amsterdam und Huddersfield aufführte. Außerdem trat er mit dem hr-Sinfonieorchester innerhalb der Reihe „Forum Neue Musik" auf und wirkte im Rahmen der Ruhrtriennale bei Samir Odeh-Tamimis Oper Leila und Madschnun mit, die unter der Leitung von Peter Rundel zur Uraufführung kam. Die Saison 2011/12 wurde mit der Uraufführung von Singing Garden in Berlin eröffnet; eine von Jeremias Schwarzer konzipierte Produktion mit der Akademie für Alte Musik, bei der die Flötenkonzerte von Vivaldi zusammen mit einem neuen Werk von Toshio Hosokawa erklingen. Die visuelle Umsetzung wurde von der renommierten Raumkünstlerin Claudia Doderer gestaltet.

Nachdem Jeremias Schwarzer in den vergangenen Jahren zahlreiche CDs bei Moeck, Cybele und Valve Records veröffentlicht hat, erschien kürzlich bei neos records eine neue Aufnahme mit Stücken für Blockflöte und Koto (Makiko Goto).

www.recorderprojects.de
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