Mit Hirn, Haut und Haaren
Im Gespräch: Jeremias Schwarzer
erschienen in: Concerto, Nr. 225
CONCERTO: Sie stammen aus dem Rheinland, unterrichten in Franken und leben in Berlin. Ist die Hauptstadt ›the place to be‹?
SCHWARZER: Die Entscheidung, hier zu leben, hat damit zu tun, was ich in den nächsten Jahren machen will. Ich möchte viele unterschiedliche musikalische Projekte mit interessanten internationalen Kollegen entwickeln. Berlin ist die Stadt in Deutschland, in der das möglich ist.
CONCERTO: Seit mehr als zehn Jahren beanspruchen solche Projekte und Uraufführungen in Ihrer Arbeit breiten Raum. Wenn es anders wäre und Sie sich, aus welchen Gründen auch immer, auf das sogenannte Standardrepertoire beschränken müssten - wären Sie heute noch Blockflötist?
SCHWARZER: Ein Standardrepertoire existiert ja eigentlich nicht. Dass sich ausgerechnet die Blockflöte so stark in der Alten Musik verankert hat, ist eine Art Zufall. Denn die Blockflöten, die heute gespielt werden, haben mit alten Flöten genausowenig zu tun wie die Konzertgitarre mit der Barockgitarre. Trotzdem gilt sie als ›Originalinstrument‹. Dass es dazu kam, ist ein historisches oder mediales Phänomen und hat vielleicht damit zu tun, dass sie in der Geschichte der Aufführungspraxis von Anfang an eine zentrale Rolle spielte...
Weiterlesen unter: www.concerto-verlag.de
Im Gespräch: Jeremias Schwarzer
erschienen in: Concerto, Nr. 225
CONCERTO: Sie stammen aus dem Rheinland, unterrichten in Franken und leben in Berlin. Ist die Hauptstadt ›the place to be‹?
SCHWARZER: Die Entscheidung, hier zu leben, hat damit zu tun, was ich in den nächsten Jahren machen will. Ich möchte viele unterschiedliche musikalische Projekte mit interessanten internationalen Kollegen entwickeln. Berlin ist die Stadt in Deutschland, in der das möglich ist.
CONCERTO: Seit mehr als zehn Jahren beanspruchen solche Projekte und Uraufführungen in Ihrer Arbeit breiten Raum. Wenn es anders wäre und Sie sich, aus welchen Gründen auch immer, auf das sogenannte Standardrepertoire beschränken müssten - wären Sie heute noch Blockflötist?
SCHWARZER: Ein Standardrepertoire existiert ja eigentlich nicht. Dass sich ausgerechnet die Blockflöte so stark in der Alten Musik verankert hat, ist eine Art Zufall. Denn die Blockflöten, die heute gespielt werden, haben mit alten Flöten genausowenig zu tun wie die Konzertgitarre mit der Barockgitarre. Trotzdem gilt sie als ›Originalinstrument‹. Dass es dazu kam, ist ein historisches oder mediales Phänomen und hat vielleicht damit zu tun, dass sie in der Geschichte der Aufführungspraxis von Anfang an eine zentrale Rolle spielte...
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