Johannes Maria Staud
Er gilt als einer der wichtigsten österreichischen Komponisten der jüngeren Generation, und seine Werke wurden von führenden Orchestern und Ensembles zur Uraufführung gebracht. Der Werdegang des 1974 in Innsbruck geborenen Johannes Maria Staud erscheint wie eine Karriere im Zeitraffertempo. Schon vor Abschluss seines Studiums, das er in Wien und Berlin unter anderem bei Michael Jarrell und Hanspeter Kyburz absolvierte, bot ihm die renommierte Universal Edition an, seine Werke zu verlegen. Stipendien, Einladungen als Composer in Residence, Kompositionspreise sowie prestigeträchtige Aufträge folgten einander auf dem Fuß.
Johannes Maria Staud lässt sich jedoch nicht einfach treiben von der Dynamik seines Werdegangs. Er selbst bestimmt das Tempo, das seinen Ansprüchen an kompositorische Sorgfalt und Integrität gerecht wird und Muße für die Beschäftigung mit anderen Künsten lässt. Denn Inspiration bezieht der stark an Literatur und bildender Kunst interessierte Komponist, der in Wien parallel zu seiner kompositorischen Ausbildung auch Musikwissenschaft und Philosophie studiert hat, aus verschiedensten Quellen. Apeiron beispielsweise, das 2004/2005 entstandene und groß besetzte Auftragswerk für die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle, speist sich aus Ideen Leonardo da Vincis und des griechischen Philosophen Anaximander. Für On Comparative Meteorology, in der Urfassung 2009 vom Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst und in der Neufassung 2010 vom RSO Wien unter Peter Eötvös uraufgeführt, beschäftigte er sich intensiv mit dem Werk des jüdischen Schriftstellers und Zeichners Bruno Schulz. Dieses Werk stellt den ersten Teil eines Orchester-Diptychons dar, dessen zweiter Teil Contrebande (On Comparative Meteorology II) von Pierre Boulez für das Ensemble Modern Orchestra in Auftrag gegeben und von diesem unter Peter Eötvös 2010 uraufgeführt wurde.
Die musikalische Tradition, darunter natürlich die Komponisten der ersten und zweiten Wiener Schule, dient Johannes Maria Staud als handwerklicher Wegweiser und künstlerische Anregung zugleich. So bezieht er sich in Segue - Musik für Violoncello und Orchester (Uraufführung: Wiener Philharmoniker unter Daniel Barenboim, 2006; die revidierte Fassung von 2008 ist Jean-Guihen Queyras gewidmet) auf ein Mozart-Fragment und in seinem 2010 vom Arditti Quartet mit dem RSO Wien unter der Leitung von Emilio Pomàrico uraufgeführten Werk Über trügerische Stadtpläne und die Versuchungen der Winternächte (Dichotomie II) auf Beethovens Große Fuge.
In der Saison 2010/2011 war Johannes Maria Staud Capell-Compositeur bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Drei neue Werke sind das Ergebnis dieser Zusammenarbeit: Tondo für Orchester (uraufgeführt unter der Leitung von Christoph Eschenbach), Celluloid für Fagott und das Monodram Der Riß durch den Tag (Text: Durs Grünbein, gesprochen von Bruno Ganz).
Den ersten Höhepunkt der aktuellen Saison stellte die Uraufführung des neuen Orchesterwerks Maniai mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons in München im Februar 2012 dar. Im Juni 2012 wird im Rahmen des Festivals „Agora" im Pariser Centre Pompidou zum ersten Mal Le Voyage erklingen, ein neues Werk für Vokalensemble, mehrere Instrumente, einen Schauspieler und Elektronik. Weitere Uraufführungen sind für die Salzburger Festspiele sowie die Klangspuren Schwaz geplant.
Johannes Maria Staud hat zahlreiche Kompositionspreise gewonnen, darunter 2002 den Kompositionspreis der Salzburger Osterfestspiele, 2003 den Preis des International Rostrum of Composers, 2004 den Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung und 2009 den Paul-Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Aufnahmen seiner Werke erscheinen auf dem Label Kairos.
Johannes Maria Staud lässt sich jedoch nicht einfach treiben von der Dynamik seines Werdegangs. Er selbst bestimmt das Tempo, das seinen Ansprüchen an kompositorische Sorgfalt und Integrität gerecht wird und Muße für die Beschäftigung mit anderen Künsten lässt. Denn Inspiration bezieht der stark an Literatur und bildender Kunst interessierte Komponist, der in Wien parallel zu seiner kompositorischen Ausbildung auch Musikwissenschaft und Philosophie studiert hat, aus verschiedensten Quellen. Apeiron beispielsweise, das 2004/2005 entstandene und groß besetzte Auftragswerk für die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle, speist sich aus Ideen Leonardo da Vincis und des griechischen Philosophen Anaximander. Für On Comparative Meteorology, in der Urfassung 2009 vom Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst und in der Neufassung 2010 vom RSO Wien unter Peter Eötvös uraufgeführt, beschäftigte er sich intensiv mit dem Werk des jüdischen Schriftstellers und Zeichners Bruno Schulz. Dieses Werk stellt den ersten Teil eines Orchester-Diptychons dar, dessen zweiter Teil Contrebande (On Comparative Meteorology II) von Pierre Boulez für das Ensemble Modern Orchestra in Auftrag gegeben und von diesem unter Peter Eötvös 2010 uraufgeführt wurde.
Die musikalische Tradition, darunter natürlich die Komponisten der ersten und zweiten Wiener Schule, dient Johannes Maria Staud als handwerklicher Wegweiser und künstlerische Anregung zugleich. So bezieht er sich in Segue - Musik für Violoncello und Orchester (Uraufführung: Wiener Philharmoniker unter Daniel Barenboim, 2006; die revidierte Fassung von 2008 ist Jean-Guihen Queyras gewidmet) auf ein Mozart-Fragment und in seinem 2010 vom Arditti Quartet mit dem RSO Wien unter der Leitung von Emilio Pomàrico uraufgeführten Werk Über trügerische Stadtpläne und die Versuchungen der Winternächte (Dichotomie II) auf Beethovens Große Fuge.
In der Saison 2010/2011 war Johannes Maria Staud Capell-Compositeur bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Drei neue Werke sind das Ergebnis dieser Zusammenarbeit: Tondo für Orchester (uraufgeführt unter der Leitung von Christoph Eschenbach), Celluloid für Fagott und das Monodram Der Riß durch den Tag (Text: Durs Grünbein, gesprochen von Bruno Ganz).
Den ersten Höhepunkt der aktuellen Saison stellte die Uraufführung des neuen Orchesterwerks Maniai mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons in München im Februar 2012 dar. Im Juni 2012 wird im Rahmen des Festivals „Agora" im Pariser Centre Pompidou zum ersten Mal Le Voyage erklingen, ein neues Werk für Vokalensemble, mehrere Instrumente, einen Schauspieler und Elektronik. Weitere Uraufführungen sind für die Salzburger Festspiele sowie die Klangspuren Schwaz geplant.
Johannes Maria Staud hat zahlreiche Kompositionspreise gewonnen, darunter 2002 den Kompositionspreis der Salzburger Osterfestspiele, 2003 den Preis des International Rostrum of Composers, 2004 den Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung und 2009 den Paul-Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Aufnahmen seiner Werke erscheinen auf dem Label Kairos.









