Salome Kammer - Stimme
„Salome Kammer eine großartige Sängerin zu nennen, wäre untertrieben. Sie ist vielmehr eine phänomenale Stimmakrobatin, die keine Grenzen zwischen Sprechen und Singen, Spiel und Ernst kennt."
(© SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, Klaus Kalchschmid, 23.4.2009)
Salome Kammers Universaltalent sprengt Grenzen. Ihr Repertoire kann nicht in Sparten und Fächer eingeordnet werden. Es umfasst Avantgarde-Gesang und virtuose Stimmexperimente, klassisches Melodrama, Liederabende, Dada-Lyrik, Jazzgesang und Broadwaysongs. Ihre Bühnenpräsenz als singende Schauspielerin oder schauspielende Sängerin fasziniert bei musikalischem Kabarett ebenso wie in dramatischen Bühnenrollen des Sprechtheaters. Sie hat mit ihrer Stimme die Neue Musik der vergangenen Jahre geprägt und zahlreiche Werke in den Konzertsälen der Welt uraufgeführt. Komponisten im In- und Ausland, darunter Helmut Oehring, Wolfgang Rihm, Georges Aperghis, Bernhard Lang, Luca Lombardi oder Jörg Widmann, schreiben Stücke für die Künstlerin, die mit ihrem extremen Ausdrucksreichtum und ihren unerschöpflichen stimmlichen Facetten zu immer neuen Produktionen anregt.
Salome Kammer studierte von 1977-1984 Musik mit Hauptfach Violoncello u. a. bei Maria Kliegel und Janos Starker in Essen. 1983 wurde sie als Schauspielerin von den Städtischen Bühnen in Heidelberg engagiert, wo sie fünf Jahre lang in zahlreichen Rollen auftrat. 1988 zog sie für die Dreharbeiten zu dem Film-Epos Die zweite Heimat von Edgar Reitz nach München. In dieser Zeit begann sie, ihre Stimme auszubilden (u. a. bei Yaron Windmüller), und seit 1990 ist sie in Konzerten für Neue Musik als Vokalsolistin zu hören. Auch in Heimat 3, 2004 in Venedig uraufgeführt und in ganz Europa ausgestrahlt, zeigt sie in der Rolle der Clarissa alle Facetten ihres Könnens.
Ihr weitgefächertes Repertoire umfasst Klassiker der Moderne wie Schönbergs Pierrot Lunaire und sein Streichquartett Nr. 2, Die sieben Todsünden von Weill, La fabricca illuminata von Nono sowie Werke so unterschiedlicher Komponisten wie Cage, Berio, Zender, Rihm und Kurtág, aber auch Brecht- und Eisler-Liederabende und die Rolle der Eliza Doolittle in My Fair Lady. Salome Kammer begeisterte in zahlreichen Produktionen neuer Opern, darunter Helmut Lachenmanns DasMädchen mit den Schwefelhölzern am Staatstheater Stuttgart und der Opéra National de Paris, Jörg Widmanns Das Gesicht im Spiegel an der Bayerischen Staatsoper und Isabel Mundrys Die Odyssee - Ein Atemzug an der Deutschen Oper Berlin. Mit Peter Eötvös' Lady Sarashina trat sie an der Opéra national de Lyon und an der Opéra Comique in Paris auf; in München sang sie Ligetis Aventures & Nouvelles Aventures. Mit Kurtágs Kafka-Fragmenten in der Inszenierung von Antoine Gindt ist Salome Kammer mit der Geigerin Carolin Widmann regelmäßig zu hören, zuletzt in Paris, Straßburg, Oslo, Berlin und Salzburg. Im Januar 2011 brachte sie erfolgreich Brice Pausets Solo-Werk Exercices du Silence an der Berliner Staatsoper im Schillertheater zur deutschen Erstaufführung.
Als herausragende Interpretin der Musik Kurt Weills war Salome Kammer sowohl beim Rheingau Musik Festival als auch, im Rahmen einer Residency, beim Kurt Weill Fest Dessau zu Gast. Nach Dessau kehrte sie mit Weills Mahagonny-Songspiel und der Uraufführung von Helmuth Oehrings Werk Die WUNDE Heine, beides mit dem Ensemble Modern, zurück.
Im Juli 2011 war Salome Kammer erneut beim Rheingau Musik Festival eingeladen und gab Konzerte mit dem Athena Quartett, mit Carolin Widmann und mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. In der Saison 2011/2012 bringt sie Aperghis‘ Zeugen in Paris sowie Bernhard Langs Differenz/Wiederholung 2 mit dem Klangforum Wien im Konzerthaus Wien und in der Kölner Philharmonie zur Aufführung. Darüber hinaus wird sie mit dem oesterreichischen ensemble für neue musik beim Salzburger Dialoge Festival in Aperghis‘ Dark Side zu erleben sein, und sie ist mit Pierrot Lunaire und Liedern von Anton Webern beim Plural Ensemble in Spanien zu Gast.
Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren Salome Kammers Ausnahmetalent, darunter eine Aufnahme von Schönbergs Jakobsleiter für Harmonia Mundi sowie von Lachenmanns Mädchen mit den Schwefelhölzern für Kairos. Ihre zuletzt erschienenen CDs, I hate music, but I like to sing mit Werken von u. a. Schönberg, Weill, Bernstein und Britten bei Capriccio und salomix-max bei wergo, erhielten herausragende Kritiken. Salome Kammer unterrichtet Theorie und Praxis der Aufführung Neuer Musik an der Hochschule für Musik und Theater München.
Saison 2011/2012
www.salomekammer.de
(© SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, Klaus Kalchschmid, 23.4.2009)
Salome Kammers Universaltalent sprengt Grenzen. Ihr Repertoire kann nicht in Sparten und Fächer eingeordnet werden. Es umfasst Avantgarde-Gesang und virtuose Stimmexperimente, klassisches Melodrama, Liederabende, Dada-Lyrik, Jazzgesang und Broadwaysongs. Ihre Bühnenpräsenz als singende Schauspielerin oder schauspielende Sängerin fasziniert bei musikalischem Kabarett ebenso wie in dramatischen Bühnenrollen des Sprechtheaters. Sie hat mit ihrer Stimme die Neue Musik der vergangenen Jahre geprägt und zahlreiche Werke in den Konzertsälen der Welt uraufgeführt. Komponisten im In- und Ausland, darunter Helmut Oehring, Wolfgang Rihm, Georges Aperghis, Bernhard Lang, Luca Lombardi oder Jörg Widmann, schreiben Stücke für die Künstlerin, die mit ihrem extremen Ausdrucksreichtum und ihren unerschöpflichen stimmlichen Facetten zu immer neuen Produktionen anregt.
Salome Kammer studierte von 1977-1984 Musik mit Hauptfach Violoncello u. a. bei Maria Kliegel und Janos Starker in Essen. 1983 wurde sie als Schauspielerin von den Städtischen Bühnen in Heidelberg engagiert, wo sie fünf Jahre lang in zahlreichen Rollen auftrat. 1988 zog sie für die Dreharbeiten zu dem Film-Epos Die zweite Heimat von Edgar Reitz nach München. In dieser Zeit begann sie, ihre Stimme auszubilden (u. a. bei Yaron Windmüller), und seit 1990 ist sie in Konzerten für Neue Musik als Vokalsolistin zu hören. Auch in Heimat 3, 2004 in Venedig uraufgeführt und in ganz Europa ausgestrahlt, zeigt sie in der Rolle der Clarissa alle Facetten ihres Könnens.
Ihr weitgefächertes Repertoire umfasst Klassiker der Moderne wie Schönbergs Pierrot Lunaire und sein Streichquartett Nr. 2, Die sieben Todsünden von Weill, La fabricca illuminata von Nono sowie Werke so unterschiedlicher Komponisten wie Cage, Berio, Zender, Rihm und Kurtág, aber auch Brecht- und Eisler-Liederabende und die Rolle der Eliza Doolittle in My Fair Lady. Salome Kammer begeisterte in zahlreichen Produktionen neuer Opern, darunter Helmut Lachenmanns DasMädchen mit den Schwefelhölzern am Staatstheater Stuttgart und der Opéra National de Paris, Jörg Widmanns Das Gesicht im Spiegel an der Bayerischen Staatsoper und Isabel Mundrys Die Odyssee - Ein Atemzug an der Deutschen Oper Berlin. Mit Peter Eötvös' Lady Sarashina trat sie an der Opéra national de Lyon und an der Opéra Comique in Paris auf; in München sang sie Ligetis Aventures & Nouvelles Aventures. Mit Kurtágs Kafka-Fragmenten in der Inszenierung von Antoine Gindt ist Salome Kammer mit der Geigerin Carolin Widmann regelmäßig zu hören, zuletzt in Paris, Straßburg, Oslo, Berlin und Salzburg. Im Januar 2011 brachte sie erfolgreich Brice Pausets Solo-Werk Exercices du Silence an der Berliner Staatsoper im Schillertheater zur deutschen Erstaufführung.
Als herausragende Interpretin der Musik Kurt Weills war Salome Kammer sowohl beim Rheingau Musik Festival als auch, im Rahmen einer Residency, beim Kurt Weill Fest Dessau zu Gast. Nach Dessau kehrte sie mit Weills Mahagonny-Songspiel und der Uraufführung von Helmuth Oehrings Werk Die WUNDE Heine, beides mit dem Ensemble Modern, zurück.
Im Juli 2011 war Salome Kammer erneut beim Rheingau Musik Festival eingeladen und gab Konzerte mit dem Athena Quartett, mit Carolin Widmann und mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. In der Saison 2011/2012 bringt sie Aperghis‘ Zeugen in Paris sowie Bernhard Langs Differenz/Wiederholung 2 mit dem Klangforum Wien im Konzerthaus Wien und in der Kölner Philharmonie zur Aufführung. Darüber hinaus wird sie mit dem oesterreichischen ensemble für neue musik beim Salzburger Dialoge Festival in Aperghis‘ Dark Side zu erleben sein, und sie ist mit Pierrot Lunaire und Liedern von Anton Webern beim Plural Ensemble in Spanien zu Gast.
Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren Salome Kammers Ausnahmetalent, darunter eine Aufnahme von Schönbergs Jakobsleiter für Harmonia Mundi sowie von Lachenmanns Mädchen mit den Schwefelhölzern für Kairos. Ihre zuletzt erschienenen CDs, I hate music, but I like to sing mit Werken von u. a. Schönberg, Weill, Bernstein und Britten bei Capriccio und salomix-max bei wergo, erhielten herausragende Kritiken. Salome Kammer unterrichtet Theorie und Praxis der Aufführung Neuer Musik an der Hochschule für Musik und Theater München.
Saison 2011/2012
www.salomekammer.de
General Management













