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Steven Sloane

Der amerikanische Dirigent Steven Sloane ist ein vielseitig engagierter Visionär. Sein außerordentlicher Gestaltungswille hat ihm in künstlerischer und kulturpolitischer Hinsicht Autorität verschafft.

Der ehemalige Schüler Eugene Ormandys, Franco Ferraras und Gary Bertinis ist heute Chef zweier dynamischer Klangkörper. Die Bochumer Symphoniker, bei denen er seit 1994 Generalmusikdirektor ist, hat Steven Sloane zum führenden Orchester des Ruhrgebiets entwickelt. Nicht zuletzt seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass das Orchester mit dem Musikzentrum Bochum bald ein eigenes neues Haus bespielen wird.

Seit der Saison 2007/2008 ist Steven Sloane Chefdirigent des Stavanger Symphony Orchestra. Die Ernennung fiel in eine Zeit kultureller Aufbruchstimmung: 2008 war Stavanger Europäische Kulturhauptstadt, das Orchester wurde deutlich vergrößert, und 2012 werden Steven Sloane und das Stavanger Symphony Orchestra in einen neuen Konzertsaal ziehen.

Als einer der künstlerischen Direktoren von Ruhr 2010 durchlebte Steven Sloane ein Jahr voller Höhepunkte: Ein voller Erfolg war beispielsweise der Day of Song, bei dessen Abschlusskonzert Steven Sloane einen Chor aus 65.000 Mitwirkenden dirigierte. Beim Henze-Projekt, an dem über 40 Institutionen beteiligt waren, wurde in mehr als 200 Aufführungen - inklusive der von Steven Sloane geleiteten Uraufführung der Jugendoper Gisela im September 2010 - das Werk Hans Werner Henzes präsentiert.

Seine originelle Programmgestaltung hat Steven Sloane schon zweimal die angesehene Auszeichnung Bestes Konzertprogramm durch den Deutschen Musikverleger-Verband einbebracht. Besonderes Aufsehen erregte sein Mahler-Ives-Zyklus mit den Bochumer Symphonikern in der Essener Philharmonie. Zu Beginn der Saison 2011/2012 wird er erstmalig bei den Salzburger Festspielen zu Gast sein. Außerdem wird er ein Mahler-Beethoven-Programm beim Jerusalem Symphony Orchestra leiten und sein Debüt beim Holland Festival geben.

Dank seines ausgeprägten Gespürs im Umgang mit Stimmen ist Steven Sloane auch ein gefragter Operndirigent. Er war Musikdirektor des Spoleto Festivals (1996-2000) und Künstlerischer Leiter der Opera North in Leeds (1999-2003), wo er neben Repertoirestücken wie Tosca, Falstaff oder Tristan und Isolde auch selten gespielte Werke wie Schostakowitschs Cheryomushki oder Schumanns Genoveva leitete. Er dirigierte an Opernhäusern wie dem Royal Opera House Covent Garden, der Deutschen Oper Berlin, der Houston Grand Opera sowie bei Festivals in Hong Kong und Santa Fe. 2011 war er erneut beim Spoleto Festival zu Gast. 

Steven Sloane hat sich stets für die Musik unserer Zeit engagiert, so zum Beispiel als Musikdirektor des American Composers Orchestra (2002-2006), mit dem er regelmäßig neue Kompositionen in der New Yorker Carnegie Hall zur Uraufführung brachte. 2006 hat er an der Los Angeles Opera Elliot Goldenthals Oper Grendel uraufgeführt, mit der er im gleichen Jahr auch das New Yorker Lincoln Center Festival eröffnete. 2008 feierte er hier wiederum einen großen Erfolg mit den Bochumer Symphonikern in der spektakulären RuhrTriennale-Produktion von Bernd Alois Zimmermanns Oper Die Soldaten. Im gleichen Jahr leitete er die Uraufführung von Stewart Wallaces Bonesetter's Daughter an der San Francisco Opera.

Von Anbeginn seiner Karriere arbeitete Steven Sloane mit führenden Orchestern, unter anderem in Israel. 1988 wurde er Erster Kapellmeister der Oper Frankfurt, 1990 Ständiger Dirigent der New York City Opera und 1992 Musikdirektor der Long Beach Opera in Los Angeles. Als Gastdirigent leitet er zudem regelmäßig internationale Orchester wie das San Francisco Symphony Orchestra, Israel Philharmonic, Sydney Symphony, Tokyo Metropolitan Orchestra, Philharmonia Orchestra London, Orchestre Philharmonique de Radio France und Chicago Symphony Orchestra
General Management
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Foto: Christoph Fein
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Foto: Michael Grosler
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Foto: Christoph Fein