Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan
+++ Botschaft von Lin Hwai-min zum Internationalen Tag des Tanzes 2013 +++
Der Gründer und künstlerische Leiter des Cloud Gate Theatre of Taiwan, Lin Hwai-min, überbrachte die diesjährige Botschaft zum Internationalen Tag des Tanzes am 29. April und gestaltet auf Einladung des ITI mit seiner Kompagnie die Feierlichkeiten in der Pariser Grande Halle de la Villette.
www.international-dance-day.org
Im "Großen Vorwort" des Shijing, einer Anthologie chinesischer Poesie vom 10. bis 7. Jahrhundert vor Christus, heißt es:
"Die Gefühle werden bewegt und nehmen durch die Worte Gestalt an. Wenn Worte nicht reichen, sprechen wir in Seufzern. Wenn Seufzer nicht reichen, singen wir. Wenn das Singen nicht reicht, dann fangen unsere Hände unbewusst zu tanzen an und unsere Füße zu steppen."
Der Tanz ist ein starkes Ausdrucksmittel. Er spricht zur Erde und zum Himmel. Er erzählt von unserer Freude, unseren Ängsten und unseren Wünschen. Der Tanz spricht vom Unfassbaren. offenbart aber zugleich den Geist eines Menschen oder das Temperament und den Charakter eines Volkes.
Wie in vielen Kulturen der Welt tanzen auch in Taiwan die Einheimischen im Kreis. Ihre Vorfahren glaubten, dass das Böse nicht in den Kreis eindringen konnte. Sie fassen sich an den Händen, teilen ihre Wärme und bewegen sich in gemeinsamen Rhythmen. Tanzen bringt die Menschen zusammen.
Und Tanz geschieht genau im Fluchtpunkt. Bewegungen verschwinden im Moment ihres Entstehens. Tanz existiert nur in der Flüchtigkeit des Augenblicks. Er ist wertvoll. Er ist eine Metapher für das Leben an sich.
In unserem digitalen Zeitalter können Bilder von Bewegung millionenfache Gestalt annehmen. Sie sind faszinierend. Aber sie können den Tanz niemals ersetzen, denn Bilder atmen nicht. Der Tanz feiert das Leben.
Kommen Sie, machen Sie den Fernseher aus, schalten Sie Ihren Computer ab und kommen Sie zum Tanz. Drücken Sie sich aus mit Hilfe dieses göttlichen, ehrwürdigen Instruments, das unser Körper darstellt. Kommen Sie zum Tanz, verbinden Sie sich mit anderen in rhythmischen Wellen. Nutzen Sie diesen wertvollen, flüchtigen Augenblick.
Kommen Sie und feiern Sie das Leben mit einem Tanz.
(Übersetzung: Ulrike Becker)
www.international-dance-day.org
Im "Großen Vorwort" des Shijing, einer Anthologie chinesischer Poesie vom 10. bis 7. Jahrhundert vor Christus, heißt es:
"Die Gefühle werden bewegt und nehmen durch die Worte Gestalt an. Wenn Worte nicht reichen, sprechen wir in Seufzern. Wenn Seufzer nicht reichen, singen wir. Wenn das Singen nicht reicht, dann fangen unsere Hände unbewusst zu tanzen an und unsere Füße zu steppen."
Der Tanz ist ein starkes Ausdrucksmittel. Er spricht zur Erde und zum Himmel. Er erzählt von unserer Freude, unseren Ängsten und unseren Wünschen. Der Tanz spricht vom Unfassbaren. offenbart aber zugleich den Geist eines Menschen oder das Temperament und den Charakter eines Volkes.
Wie in vielen Kulturen der Welt tanzen auch in Taiwan die Einheimischen im Kreis. Ihre Vorfahren glaubten, dass das Böse nicht in den Kreis eindringen konnte. Sie fassen sich an den Händen, teilen ihre Wärme und bewegen sich in gemeinsamen Rhythmen. Tanzen bringt die Menschen zusammen.
Und Tanz geschieht genau im Fluchtpunkt. Bewegungen verschwinden im Moment ihres Entstehens. Tanz existiert nur in der Flüchtigkeit des Augenblicks. Er ist wertvoll. Er ist eine Metapher für das Leben an sich.
In unserem digitalen Zeitalter können Bilder von Bewegung millionenfache Gestalt annehmen. Sie sind faszinierend. Aber sie können den Tanz niemals ersetzen, denn Bilder atmen nicht. Der Tanz feiert das Leben.
Kommen Sie, machen Sie den Fernseher aus, schalten Sie Ihren Computer ab und kommen Sie zum Tanz. Drücken Sie sich aus mit Hilfe dieses göttlichen, ehrwürdigen Instruments, das unser Körper darstellt. Kommen Sie zum Tanz, verbinden Sie sich mit anderen in rhythmischen Wellen. Nutzen Sie diesen wertvollen, flüchtigen Augenblick.
Kommen Sie und feiern Sie das Leben mit einem Tanz.
(Übersetzung: Ulrike Becker)















































