Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan
Water Stains on the Wall
Gastspielperioden: Mai,Juni,Nov 2012 sowie Mai-Aug 2013
Choreographie: LIN Hwai-min
Musik: Toshio HOSOKAWA
“Was inspiriert dich für deine Schreibkunst?“, fragte Yen Chen-ching, der große Meister des Pinselstrichs der Tang-Dynastie (618 – 907). „Ich beobachte Sommerwolken, die aussehen wie Berge mit spektakulären Gipfeln“, antwortete der junge Huai Su, der später zum berühmtesten Vertreter des Wild Cursive Style wurde. „Die spannendsten Formationen erinnern an Vögel, wie sie aus den Wäldern geflogen kommen, und Schlangen, die sich ins Gebüsch schlängeln…“ „Was ist mit Wasserflecken an der Wand?“, fragte Yen Chen-ching. „Ja genau! Du alter Teufel!“, rief Huai Su aus.
Die Legende von dieser Unterhaltung machte aus “Wasserflecken an der Wand” eine weit verbreitete Metapher, die als Ideal in der Ästhetik der chinesischen Schreibkunst für die organischen, unprätentiösen Eigenschaften steht, die aus natürlichen Evolutionsprozessen resultieren.
Inspiriert von der Jahrtausende alten Kunst der Kalligrafie und von der einzigartigen Musik des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa hat Choreograph Lin Hwai-min ein Werk geschaffen, das gleichermaßen in seiner Schlichtheit und atemberaubenden Schönheit überzeugt. Für Water Stains on the Wall verwandelt sich die Szene in eine geneigte weiße Fläche, über die dunkle, projizierte Wolken in immer neuen Formationen wie fließende Tinte hinweg zu wandern scheinen.
Toshio Hosokawa, der bekannteste lebende japanische Komponist, ist ein Grenzgänger zwischen den Kulturen. Seine unverwechselbare Musiksprache ist vom Spannungsverhältnis zwischen westlicher Avantgarde und traditioneller japanischer Kultur geprägt und von den statischen Strukturen des Gagaku, der japanischen Hofmusik, beeinflusst. Im Mittelpunkt seiner Werke steht oft die Natur mit ihren verschiedensten Schöpfungen und vor allem ihrer Vergänglichkeit.
„Meine Musik ist Kalligraphie, gezeichnet auf die fließende Grenze zwischen Zeit und Raum. Jeder einzelne Klang ist geformt wie eine mit einem Pinsel gezeichnete Linie oder ein Punkt“, lässt Hosokawa seine künstlerische Verwandtschaft zu Lin Hwai-mins Choreographie erkennen.
Für Water Stains on the Wall hat Lin Hwai-min sieben Kompositionen von Hosokawa ausgewählt, vom Solo-Schlagzeug über Gagaku-Ensemble bis hin zum großen Orchester. Dies ist nicht die erste Begegnung zwischen Hosokawas einzigartiger und schöner Musik und Tanz. Seine Oper Hanjo wurde von Anna Teresa de Keersmaker in Aix-en-Provence auf die Bühne gebracht; im Mai 2011 führt Sasha Waltz in Brüssel bei seinem jüngsten Opernwerk Matsukaze Regie.
Im Anschluss an die US-Premiere in New York im September 2011 wird Water Stains on the Wall 2012 und 2013 weltweit auf Tour gehen.
Weitere Informationen: www.cloudgate.org.tw
Musik: Toshio HOSOKAWA
“Was inspiriert dich für deine Schreibkunst?“, fragte Yen Chen-ching, der große Meister des Pinselstrichs der Tang-Dynastie (618 – 907). „Ich beobachte Sommerwolken, die aussehen wie Berge mit spektakulären Gipfeln“, antwortete der junge Huai Su, der später zum berühmtesten Vertreter des Wild Cursive Style wurde. „Die spannendsten Formationen erinnern an Vögel, wie sie aus den Wäldern geflogen kommen, und Schlangen, die sich ins Gebüsch schlängeln…“ „Was ist mit Wasserflecken an der Wand?“, fragte Yen Chen-ching. „Ja genau! Du alter Teufel!“, rief Huai Su aus.
Die Legende von dieser Unterhaltung machte aus “Wasserflecken an der Wand” eine weit verbreitete Metapher, die als Ideal in der Ästhetik der chinesischen Schreibkunst für die organischen, unprätentiösen Eigenschaften steht, die aus natürlichen Evolutionsprozessen resultieren.
Inspiriert von der Jahrtausende alten Kunst der Kalligrafie und von der einzigartigen Musik des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa hat Choreograph Lin Hwai-min ein Werk geschaffen, das gleichermaßen in seiner Schlichtheit und atemberaubenden Schönheit überzeugt. Für Water Stains on the Wall verwandelt sich die Szene in eine geneigte weiße Fläche, über die dunkle, projizierte Wolken in immer neuen Formationen wie fließende Tinte hinweg zu wandern scheinen.
Toshio Hosokawa, der bekannteste lebende japanische Komponist, ist ein Grenzgänger zwischen den Kulturen. Seine unverwechselbare Musiksprache ist vom Spannungsverhältnis zwischen westlicher Avantgarde und traditioneller japanischer Kultur geprägt und von den statischen Strukturen des Gagaku, der japanischen Hofmusik, beeinflusst. Im Mittelpunkt seiner Werke steht oft die Natur mit ihren verschiedensten Schöpfungen und vor allem ihrer Vergänglichkeit.
„Meine Musik ist Kalligraphie, gezeichnet auf die fließende Grenze zwischen Zeit und Raum. Jeder einzelne Klang ist geformt wie eine mit einem Pinsel gezeichnete Linie oder ein Punkt“, lässt Hosokawa seine künstlerische Verwandtschaft zu Lin Hwai-mins Choreographie erkennen.
Für Water Stains on the Wall hat Lin Hwai-min sieben Kompositionen von Hosokawa ausgewählt, vom Solo-Schlagzeug über Gagaku-Ensemble bis hin zum großen Orchester. Dies ist nicht die erste Begegnung zwischen Hosokawas einzigartiger und schöner Musik und Tanz. Seine Oper Hanjo wurde von Anna Teresa de Keersmaker in Aix-en-Provence auf die Bühne gebracht; im Mai 2011 führt Sasha Waltz in Brüssel bei seinem jüngsten Opernwerk Matsukaze Regie.
Im Anschluss an die US-Premiere in New York im September 2011 wird Water Stains on the Wall 2012 und 2013 weltweit auf Tour gehen.
Weitere Informationen: www.cloudgate.org.tw















































